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Mobbing
hat vielfältige Gründe. Vordergründig geht es um
den Ausschluss einer Person - evtl. auch einer Gruppe von Personen
- aus ihrem sozialen Zusammenhang. Aber es muss natürlich
die Frage gestellt werden, warum man diesen Menschen nicht
in der Gruppe haben will.
Als
Hauptgründe wird man folgende festmachen können:
- Das Opfer
wird als Bedrohung der Gruppenidentität angesehen:
Ein Ausländer, ein Arbeiterkind in einer Gruppe von Bürgerkindern,
ein schlechter Schüler in einer Gruppe von guten - aber
genauso ein guter in einer Gruppe von schlechten Schülern!
- Auch beim
Mobbing durch Einzelpersonen kann man schnell feststellen, dass
der oder die Mobbende sich durch das Opfer verunsichert
fühlt. Eine Sonderform davon ist, dass sich (dumme) Vorgesetzte
(vor allem des unteren und mittleren Managements) fachlich bedroht
fühlen durch (klügere) Untergebene.
- Häufig
geht es überhaupt erst um die Findung einer eigenen
(Gruppen-)Identität und wenn man sonst nichts weiss, dann
versucht man die Gruppenidentität eben durch eine negative
Handlung zu finden, nämlich das Mobben anderer. Man erkennt
hier vielleicht die enge Verwandtschaft mit den "Kriegen"
jugendlicher rivalisierender Gangs.
Ob
es die Ursache oder eine Folge des Mobbing ist,
dass Mobbingopfer im Durchschnitt ängstlicher, unterwürfiger und
konfliktscheuer zu sein scheinen, als ihr Umfeld, ist umstritten.
Der Autor neigt zu der Auffassung, dass diese Ängstlichkeit
eher eine Folge ist. Grundsätzlich kann wohl jeder
Opfer oder Täter sein - sogar gleichzeitig, wenn nämlich
ein Mobbingopfer (z.B. am Arbeitsplatz) zum Täter wird (z.B.
im Verein oder in der Familie)
Eine
Strategie gegen das
Mobben wird nur dann letztlich erfolgreich sein, wenn
man durch Kenntnis der Ursachen "das Übel an der Wurzel
packen" kann.
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